Tagesgeld-Konto für Betriebe – eine Alternative zu Festgeld?
Während zeitweise ungenutzte Geldbeträge auf dem Girokonto keine Zinsen erarbeiten, ist das in der Regel gut verzinste Festgeld eher unflexibel und für kurzfristige Einlagen eher ungeeignet. Daher bieten sich Tagesgeld-Konten als Alternative an: Bei einer durchschnittlichen Verzinsung von 2-4% liegt Tagesgeld nur knapp hinter Festgeld, es ist aber in der Regel keine Mindesteinlage erforderlich und das Geld ist täglich verfügbar. Dazu wird das Geld vom Tagesgeld-Konto auf ein Referenzkonto, üblicherweise das Firmen-Girokonto, überwiesen und kann dort weiter verwendet werden. Festgeld wird dagegen für einen bestimmten Zeitraum angelegt, aus dem sich auch der Zinssatz ergibt: Um dem Tagesgeld vergleichbare Zinssätze zu erreichen müsste man das Geld derzeit etwa sechs Monate fest anlegen.
Größere Beträge, die über längere Zeiträume nicht verwendet werden, bringen auf dem Festgeldkonto bessere Rendite und dazu ist das Tagesgeld in der Regel keine sinnvolle Alternative. Für Beträge die kurzfristig verfügbar sein müssen oder nur für einige Wochen oder bis zu einem halben Jahr angelegt werden wiederum ist ein Tagesgeldkonto empfehlenswert, da ansonsten ungenutztes Kapital hier ohne Risiken arbeiten und Zinsen abwerfen kann. Dabei lohnt sich der Vergleich: Auch beim Tagesgeld variieren die Konditionen und Zinssätze erheblich und das Produkt mit den höchsten Zinsen ist nicht unbedingt das mit dem besten Service. Vorsicht gilt auch bei versteckten Gebühren für Kontoführung, Überweisung oder andere Leistungen.
Tagesgeld-Konten können also, vor allem in größeren Betrieben, normalerweise nicht das Girokonto oder das Festgeld-Konto ersetzen. Für derzeit ungenutzte Beträge die nicht langfristig anzulegen sind ist Tagesgeld allerdings ein sinnvolles Bindeglied für eine optimale Kapitalnutzung bei größtmöglicher Flexibilität.